Interview - 2 Min. Lesezeit

Eine grosse, starke und stetig wachsende Fach­gesellschaft

Interview mit Dr. med. Romeo Providoli, Hausarzt, langjährigem SGAIM-Vorstandsmitglied und Mitglied der SGAIM-Fortbildungskommission.

Blicken wir kurz zurück: Wie hat sich die SGAIM seit dem Zusammenschluss der SGIM und SGAM aus Ihrer Sicht entwickelt? 
Obwohl es kulturelle Unterschiede gab, waren die beiden Gesellschaften in gewissen Bereichen, z.B. in der Fortbildung, schon ziemlich deckungsgleich. Allerdings haben sich beide Seiten sehr pragmatisch verhalten, und jetzt nach einigen Jahren sind die Diskussionen von früher nur noch etwas für die Archive. Der Nachwuchs weiss heute gar nichts mehr von den alten Geschichten. Wir sind eine grosse, starke und stetig wachsende medizinische Gesellschaft, die erfreulich unterwegs ist.

Welche aktuellen Herausforderungen sehen Sie für den Fachbereich der Allgemeinen Inneren Medizin?
Es besteht leider die Tendenz der Fragmentierung der Medizin. Viele Fachgesellschaften versuchen, künstliche Abgrenzungen um «ihren» Bereich hochzuziehen. Das führt dazu, dass im ambulanten Sektor bei den Niedergelassenen weniger Spezialuntersuchungen durchgeführt werden können. Ausserdem braucht man dafür noch eine zertifizierte Fort- und Weiterbildung. Auch im Spitalbereich sehen wir, dass die AIM-Departemente zu Spezialitäteninseln heruntergebrochen werden und die AIM einen schweren Stand hat. Wird eine Chefarztstelle neu besetzt, wird meist eine Person mit Spezialarzttitel das Rennen machen.

Wie kann die SGAIM diesen Herausforderungen begegnen?
Wir kämpfen gegen diese Fragmentierung, zum Beispiel bieten wir an unseren Kongressen Fortbildungen zur Besitzstandswahrung an – Ergometrie, 24-h-BD-Messung, nächtliche Oxymetrie, um nur einige zu nennen. Unser Weiterbildungsprogramm wird ebenfalls laufend angepasst, sodass spezielle Skills nicht nachträglich erworben werden müssen, sondern im Facharzttitel enthalten sind.

Den gesamten Artikel können Sie dem beigefügten PDF entnehmen.

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