Weiterbildung - 2 Min. Lesezeit

Weiterbildungsprogramm und Lernziele: Das ändert sich ab 1. Januar 2022

Per 1. Januar 2022 tritt für die Allgemeine Innere Medizin ein revidiertes Weiterbildungsprogramm mit einem neuen Lernzielkatalog in Kraft. Die Revision umfasst die Einführung der Sonografie, geänderte Kriterien für die Anerkennung von Weiterbildungsstätten, die Anerkennung der Palliativmedizin in der Aufbauweiterbildung und von mobilen hausärztlichen Notfalldiensten sowie einen komplett überarbeiteten Lernzielkatalog.

Die Weiterbildungskommission der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGAIM) hat nach intensiver mehrjähriger Arbeit eine umfassende Revision des Weiterbildungsprogramms vorgelegt. Nachfolgend sind die wichtigsten Neuerungen erläutert. 

Neu wird für angehende Fachärztinnen und Fachärzte für Allgemeine Innere Medizin (AIM) ein Nachweis der erfüllten Bedingungen für den Fähigkeitsausweis POCUS (Point-of-Care-Ultraschall) mit der Komponente 1 (Basis Notfall Sonografie) vorausgesetzt. Da das Angebot an Ultraschall-Weiterbildungen regional unterschiedlich ist und um allen Weiterbildungsstätten genügend Zeit zu geben, die Sonografie Supervision aufzubauen, gilt für das gesamte neue Weiterbildungsprogramm eine Übergangsfrist von fünf Jahren.

Damit gewährleistet werden kann, dass tatsächlich eine allgemeininternistische Weiterbildung erfolgt und die im Weiterbildungsprogramm definierten Lernziele erreicht werden können, hat die SGAIM mehrere Kriterien für die Anerkennung der Weiterbildungsstätten in den verschiedenen Kategorien angepasst oder präzisiert:
- Die ärztliche Leiterin oder der ärztliche Leiter (z.B. Chefärztin/Chefarzt) der anerkannten Weiterbildungsstätte ist auch der Weiterbildungsverantwortliche und trägt den Facharzttitel für AIM. Ausnahmeregelungen für die Weiterbildungsstätten der Kategorien C, D und IV sind möglich.
- A-Kliniken müssen den Nachweis erbringen, dass Ärztinnen und -ärzte in Weiterbildung eine Dissertationsarbeit auf dem Gebiet der Allgemeinen Inneren Medizin durchführen und mit dem Titel Dr. med. einer Schweizer Universität abschliessen können.

Den gesamten Artikel können Sie dem beigefügten PDF entnehmen.

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