Prix Lumière

Der Innovationspreis
für bessere Arbeits­bedingungen

Mit dem Prix Lumière zeichnet die SGAIM innovative Ideen aus, welche die Arbeitsbedingungen innerhalb der AIM verbessern. Der Preis ist mit insgesamt 10'000 Franken dotiert. Das Preisgeld wird auf drei Gewinnerprojekte aufgeteilt.

Einreichefrist: 28. Februar 2027

Für ein verbessertes Arbeitsumfeld und mehr Freude bei der Arbeit

Der Prix Lumière zeichnet Projekte aus, die zu verbesserten Arbeitsbedingungen oder mehr Freude an der Arbeit in der AIM beitragen. Vom erleichterten Wiedereinstieg in den Beruf über innovative Fort- und Weiterbildungsangebote bis zu Teambildungsmassnahmen und Nachwuchsförderungsangeboten – das Themenspektrum ist breit gefasst.

Erfolgreiche Projekte
im Rampenlicht

Der Prix Lumière prämiert Projekte, deren Beginn maximal fünf Jahre zurückliegt. Sie sollen eine innovative Idee beinhalten, die Mehrwert bietet. Das heisst insbesondere, dass sie die Arbeit im Umfeld der AIM verbessern oder die Freude an der Arbeit in der AIM steigern. Bewerben können sich Einzelpersonen oder Gruppen, die in ambulanten oder stationären Einrichtungen der AIM tätig sind. Mindestens eine Person davon muss SGAIM-Mitglied sein.

Die Publikumswahl macht den Unterschied

Die SGAIM vergibt den Prix Lumière jährlich. Hierbei wählt eine Jury fünf Projekte aus. Anlässlich des SGAIM Frühjahrskongresses präsentieren die Initiantinnen und Initianten ihr Projekt in Fünf-Minuten-Pitches dem Publikum. Sie stehen anschliessend für drei Minuten Rede und Antwort. Das Publikum wählt die drei Siegerprojekte. Die Veranstaltung zeichnet sich durch eine ganz besondere Atmosphäre aus: kreative, begeisternde und mitreissende Projektpräsentationen und ein fröhlich-lautes Publikum.

Vorgehen

Der Weg zum Prix Lumière

Bewerbung

Reichen Sie Ihr innovatives, bereits umgesetztes Projekt ein, mit dem Sie Arbeitsqualität und -freude in der AIM verbessern.
Auch bereits prämierte Projekte können erneut eingereicht werden.

Auswahlverfahren

Die Jury aus SGAIM-Vorstandsmitgliedern wählt fünf Projekte aus.

Live-Pitch und -Voting

Nominiert die Jury Ihr Projekt, präsentieren Sie Ihr Konzept am Frühjahrskongress. Das Publikum entscheidet via Live-Voting über die Prämierung.

Preisübergabe

Der Prix Lumière ist mit 10'000 Franken dotiert, aufgeteilt auf drei Preisträgerinnen oder -träger. Sie erhalten je 5000, 3000 und 2000 Franken. Als Hauptpreisträgerin oder -träger erhalten Sie die namensgebende Designerlampe direkt vor Ort.

Einreichefrist: 28. Februar 2027

Preisträgerinnen und -träger

Ausgezeichnete Projekte

2026

Ausgezeichnete Projekte

1. Preis: Automatische Erstellung von Austrittsberichten mithilfe künstlicher Intelligenz
Dr. med. François Panosetti: francois.panosetti@szb-chb.ch, Prof. Dr. med. Daniel Genné: daniel.genne@szb-chb.ch

Mithilfe generativer künstlicher Intelligenz hat unser Projekt die automatische Erstellung einer Zusammenfassung des Krankenhausaufenthalts auf der Grundlage anonymisierter Daten aus dem IT-System (Überweisungsschreiben, Eintritt, Folgeberichte usw.) eingeführt. Die Zusammenfassung kann auf Französisch oder Deutsch erstellt werden, und ein Konfidenzwert bewertet ihre redaktionelle Qualität. Auf diese Weise konnten wir den Verwaltungsaufwand für die Assistenzärztinnen und -ärzte auf der Station für Innere Medizin am Spitalzentrum Biel reduzieren.
 

2. Preis: Academic Coffee: A Neuroscience-Informed Model Fostering Active Learning, Research Engagement, and Joy in Clinical Research
Dr. sc. med. Giorgia Lüthi-Corridori: giorgia.luethi-corridori@ksbl.ch, Dr. med. Maria Bösing: maria.boesing@ksbl.ch, Prof. Dr. med. Jörg Daniel Leuppi: joerg.leuppi@ksbl.ch

The Academic Coffee is a neuroscience-informed, active learning model designed to support medical students throughout their research projects. Developed by senior researchers and refined through evidence-based teaching principles, it integrates Socratic dialogue, retrieval practice, and structured mentorship. The implementation of the model supported participants successfully completing their theses and strengthened critical thinking, motivation, and integration of research in clinical practice.
 

3. Preis: Das COCKPIT-Projekt: Assistenzärzt:innen und Pflegekräfte als treibende Kraft des Wandels!
Dr. med. Christian Georges Abou Nader: christian.abou-nader@chuv.ch, Dr. med. Julien Castioni: julien.castioni@chuv.ch, Dr. med. Sandy Wälchli: sandy.walchli@chuv.ch, Isabel Loewer: Isabel.Loewer@chuv.ch, Nadia Milho: nadia.milho@chuv.ch

Das Projekt COCKPIT basiert auf wöchentlichen, interprofessionellen 15-minütigen Besprechungen, in denen kleine Ärgernisse des Alltags identifiziert und gelöst werden. Dank einer aus dem Lean Management stammenden Methodik gewinnen die Assistenzärztinnen und -ärzte an Handlungsspielraum und verbessern ihre Organisation. Das Projekt deckt wiederkehrende Probleme auf, fördert Veränderungen in größerem Massstab und trägt dazu bei, die Lebensqualität am Arbeitsplatz zu verbessern.
 

Weitere eingereichte Projekte

  • OA Basecamp Kantonsspital Winterthur - A structured onboarding journey for new senior physicians at KSW
    Martin Abrahamsson: martin.abrahamsson@ksw.ch, Simona Egli: simona.egli@ksw.ch, KD Dr. Michael Streit: michael.streit@ksw.ch, Dr. Sarah Wettstein: sarah.wettstein@h-och.ch

    Das OA Basecamp ist ein neues Element der Führungslandschaft im Kantonsspital Winterthur. In 4 Modulen erhalten neue Oberärzt:innen die wichtigsten Grundlagen der Personalführung sowie Managementwissen vermittelt, um sich in ihrer oberärztlichen CanMEDS Rolle als PROFESSIONALs und LEADERs rasch zurecht zu finden. Das innovative Programm wurde 2024 interprofessionell (Klinik für Innere Medizin und HR) spezifisch für die Bedürfnisse der Oberärzt:innen erarbeitet und 2025 erstmals durchgeführt.
    LinkedIn-Post
     
  • MEDskills – Die Schweizer Plattform für medizinische Online-Fortbildung
    Prof. Jacques Donzé: info@medskills.ch

    MEDskills bietet eine pragmatische und umfassende Lösung für die aktuellen Herausforderungen in der medizinischen Ausbildung. Die Plattform erfüllt die Anforderungen des SIWF im Bereich der Online-Fortbildung, sei es für Spitäler, medizinische Verbände oder einzelne Ärztinnen und Ärzte. Mit fast vier Jahren Erfahrung verbindet MEDskills das Lernen, die klinische Praxis und die Freude am Weitergeben von Wissen. Die Plattform unterstützt Ärztinnen und Ärzte in ihrer beruflichen Entwicklung und trägt zum Aufbau einer zukunftsorientierten allgemeinen inneren Medizin bei.
    www.medskills.ch
     
  • Question of the Week
    Dr. Nico Akhavan Safa: nico.safa@gmail.com, KD Dr. Michael Streit: michael.streit@ksw.ch

    Die „Question of the Week“ ist ein fallbasiertes Lernformat zur Wissenserweiterung und - verfestigung in der Inneren Medizin. Wöchentlich erstellt eine Assistenzärzt*in eine Multiple-Choice-Frage im Stil der Facharztprüfung, basierend auf realen klinischen Fällen, an denen sie/er beteiligt war. Die Frage wird per Online-Voting veröffentlicht, gefolgt von einer strukturierten Auflösung. Das ressourcenschonende Projekt nutzt Retrieval Practice zur nachhaltigen Wissensfestigung.
     

Impressionen

2025

Ausgezeichnetes Projekt

job.jhas.ch – die professionelle Plattform der Jungen Haus- und Kinderärzt-/innen Schweiz für Stellvertretungen und Stellenanzeigen in Praxen
Dr. med. Linda Habib: linda.habib@jhas.ch, Dr. med. John Nicolet: john.nicolet@jhas.ch

Die Jungen Haus- und KinderärztInnen Schweiz (JHaS) haben mit job.jhas.ch eine innovative Plattform für Vertretungen in Arztpraxen ins Leben gerufen, um dem Mangel an Haus- und Kinderärzt:innen in der Schweiz entgegenzuwirken. Sie erleichtert niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten die Suche nach Vertretungen und bietet jungen Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit, vor der Niederlassung Berufserfahrung zu sammeln.

Die Plattform ist in vier Sprachen verfügbar (Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch) und soll die Situation bei der ärztlichen Vertretung verbessern und den Fortbestand des Berufsstandes sichern.

Zusammenfassend die Ziele der Plattform:

  • Teilzeitarbeit von Ärztinnen und Ärzten fördern.
  • Dem Flexibilitätsbedürfnis junger Ärztinnen und Ärzte gerecht werden.
  • Den Vertretungsbedarf niedergelassener Ärztinnen und Ärzte decken.
  • Den Beruf attraktiver und zugänglicher machen.
  • Sich an die Paradigmenwechsel in der ambulanten Versorgung anpassen.

https://job.jhas.ch
 

Weitere eingereichte Projekte

  • Promotion of workplace physical activity internal medicine junior and senior residents at Lausanne University Hospital
    Dr. med. Roxane de la Harpe: Roxane.De-La-Harpe@chuv.ch, Dr. med. Jean Regina: Jean-regina@chuv.ch

    Our MIAuSport project promotes physical activity (PA) among internal medicine junior and senior residents. It includes monthly outdoor PA sessions replacing usual postgraduate trainings, PA integrated into daily work routines (standing handovers; stair use), and use of accelerometers to monitor PA. Objectives are to implement and evaluate participation and benefits of PA sessions, develop an effective communication strategy for PA integration, and assess adherence to recommended PA levels.
     
  • DocNote: Spend less time with your paperwork and more with your patient
    Dr. Alice Gilson, Dr. Vincent Tan

    DocNote ist eine innovative Anwendung, die automatisch strukturierte medizinische Berichte aus Audioaufzeichnungen von Konsultationen erstellt. Dank fortschrittlicher Spracherkennungstechnologien und natürlicher Sprachverarbeitung (NLP) reduziert sie den Verwaltungsaufwand für Ärztinnen und Ärzte und verbessert gleichzeitig die Qualität der Berichte und die Interaktion zwischen Arzt und Patient. Sie gewährleistet Vertraulichkeit und die Einhaltung geltender lokaler Vorschriften.
     
  • HospiPlan: Automatisierte Dienstplanung für Schweizer Spitäler
    Silvio Barandun: silvio.barandun@galois.ch, Emanuele Guzzi: emanuele.guzzi@galois.ch, Dr. med. Leonie Plastina: info@hospiplan.ch

    Unser Projekt "HospiPlan" revolutioniert die Dienstplanung im Schweizer Gesundheitswesen. Durch unsere automatisierte, digitale Lösung eliminieren wir manuelle, fehleranfällige Prozesse, ermöglichen flexible Einsatzmodelle und integrieren die kontinuierliche Weiterbildung des medizinischen Personals. HospiPlan optimiert Arbeitsabläufe, reduziert Personalengpässe und steigert die betriebliche Nachhaltigkeit und das ärztliche Wohlbefinden.
     
  • Stärkung der Autonomie und der medizinischen Führungskompetenz von angehenden Hausärzt-/innen durch eine Rotation in der Leitung einer Praxis ausserhalb des Spitals
    Dr. med. Clarissa Fletcher: clarissa.fletcher@hug.ch, Dr. med. Samuel Teicher: samuel.teicher@hug.ch

    SMPR@Bridge des HUG bereitet junge Allgemeinmediziner:innen auf die Arbeit in einer Stadtpraxis vor, indem es ihnen einen Raum für Eigenverantwortung bietet und gleichzeitig die Unterstützung und das Fachwissen des HUG gewährleistet. Dieses Projekt lässt die Ärztinnen und Ärzte in die freiberufliche Praxis eintauchen und fördert gleichzeitig Innovationen angesichts der Herausforderungen bei der Niederlassung. Die Ärztinnen und Ärzte entwickeln klinische und intellektuelle Führungsqualitäten sowie Managementkompetenzen und die Fähigkeit zur Anpassung, die für eine sachkundige, nachhaltige und erfüllende Berufstätigkeit unerlässlich sind.
     
  • KIM Waid Walk: #physicianwellbeing dank #smartermedicine im Grünen
    Dipl. Ärztin Annatina Bandli: casekretariat.medizin@stadtspital.ch

    Der KIM Waid Walk ist eine Alternative zum klassischen Fortbildungsformat im Spital. Um die positiven Effekte körperlicher Aktivität in der Natur zu nutzen, starten die Ärzt*innen der Klinik Innere Medizin Waid den Tag mit einem Spaziergang im Wald. Gemeinsam wird bei jedem Wetter spaziert und diskutiert. Die Themen werden von den Assistenzärzt*innen vorgegeben und eingeführt. Ziel ist die Stärkung des Teams, fachliche Anregungen und das Ansprechen belastender Themen in stressfreier Umgebung.
     
  • «The times they are a changin» - Dienstplanung im Wandel
    Prof. Dr. med. Tobias Breidthardt: tobias.breidthardt@usb.ch

    Eine kontinuierliche Betreuung verbessert die Patient:innenzufriedenheit und Behandlungsqualität. Gleichzeitig erschweren der wachsende Bedarf an ärztliche Spät- und Wochenend-Diensten und zunehmende Teilzeitanstellungen eine kontinuierliche Stationsdienstplanung. Daher entwickelte die Klinik für Innere Medizin am Universitätsspital Basel 2023 eine neues Dienstplanmodell. Das Modell wurde am 1. 7. 2024 eingeführt. Es erreichte alle vordefinierten Ziele, führte zu einer Reduktion der Überstunden und verbesserte die Zufriedenheit der Assistentsärzt:innen.
     
  • Ostschweizer Zusammenarbeit in der Weiterbildung Hausarztmedizin – Curriculum Hausarztmedizin Ostschweiz (CHO)
    Dr. med. Simon Graf: simon.graf@h-och.ch

    Die Ostschweizer Kantone ziehen seit 2024 bei der Weiterbildung in Hausarztmedizin am gleichen Strick. Die folgenden Hauptziele verbessern die Qualität und Attraktivität der Hausarzt-Weiterbildung:
    - Jeder Kanton finanziert und organisiert ein eigenes Programm oder beteiligt sich an einem anderen
    - Bei Fehlen von einzelnen Fächern in einem kantonalen Programm kann ein Austausch mit einem anderen Kanton erfolgen
    - Auf Niederlassungsverpflichtungen wird verzichtet
    - Zur leicht zugänglichen Information von Interessierenden wird ein gemeinsamer Internetauftritt betrieben
     
  • Advanced Practice Nurse im OMI-Projekt (Orthopädisch-Medizinisch interdisziplinäre Abteilung)
    Dr. med. Torsten Weirauch: torsten.weirauch@spital-nidwalden.ch

    Im Spital Nidwalden wurde im Juli 2022 das OMI-Projekt mit dem Ziel einer verbesserten Behandlung polymorbider orthopädischer Patient:innen durch eine integrative, internistische Betreuung ins Lebens gerufen. Eine weitere Optimierung erfährt dieses Projekt durch eine Advanced Practice Nurse (APN). Dies optimiert Prozesse, reduziert Doppelspurigkeiten und verbessert die interdisziplinäre Zusammenarbeit. 

    Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit der Kliniken Allgemeine Innere Medizin und Orthopädie geführt.

Impressionen

2024

Ausgezeichnetes Projekt

Lerntool «Präsentiere mir einen Fall»
Clara Noble: ClaraNoble29@gmail.com, Sébastien de Kostine: sebdeko@outlook.com

Wir sind zwei Medizinstudierende im sechsten Studienjahr, die die Initiative ergriffen haben, ein E-Learning mit Checklisten zum Thema «Fallpräsentation» zu entwickeln.

Die Weitergabe von Informationen in der klinischen Medizin ist ein wiederkehrender und kritischer Moment, da ihre Qualität ein optimales klinisches Verständnis und eine optimale Behandlungsstrategie gewährleistet. Sie ist ein wichtiges Kommunikationsmittel, das zum reibungslosen Funktionieren einer Abteilung, zur Sicherheit und zur Qualität der Patientenversorgung beiträgt. Für Medizinstudierende kann es besonders schwierig sein, diese Fähigkeit zu erlernen, da sie ihr ab ihrem Eintritt in den klinischen Bereich (4. Studienjahr) gegenüberstehen. Dieses Instrument ist Teil der Ziele der Vordiplomausbildung, aber da es während unserer Ausbildung keine gemeinsame Wissensbasis gibt, ist es für die Studierenden kompliziert, die Bedeutung und den Gebrauch dieses Instruments zu verstehen.

Wir haben daher dieses Projekt entwickelt, um diesem Bedürfnis der Studierenden gerecht zu werden. Es gliedert sich in zwei Abschnitte:

  • Ein erster Teil wird zu Beginn des Masterstudiums, vor Beginn der klinischen Praktika, durchgeführt und vermittelt die theoretischen Grundlagen der Falldarstellung.
  • Ein zweiter Teil wird am Ende des Masterstudiengangs angeboten, um diese Fähigkeit zu verfeinern, bevor man Arzt wird.

Dieses E-Learning mit Checklisten wurde von und für Studierende entwickelt, um ihren Bedürfnissen gerecht zu werden und die Studierenden von der Universität bis zum Krankenbett zu begleiten.

Wenn Sie auf das E-Learning (englische oder französische Version) zugreifen möchten, wenden Sie sich bitte an Clara Noble oder Sébastien de Kostine.
 

Weitere eingereichte Projekte

  • Admin +: ein Projekt zur Reduktion der administrativen Arbeitsbelastung der Assistenzärzt-/innen in der Inneren Medizin am Universitätsspital Basel
    Prof. Dr. med. Tobias Breidthardt: tobias.breidthardt@usb.ch, Patrick Heizmann: patrick.heizmann@usb.ch

    Im klinischen Alltag ist der Fokus der Ärzte in der Patient:innenversorgung verschoben von «Face-to-Face» zu «Face-to-Screen». Gemäss unseren eigenen Ergebnissen aus dem KIM-Optimierungsprojekt entfällt 1/3 der Arbeitszeit auf die Erstellung von Berichten und die Dokumentation. Steigende Patient:innenzahlen und abnehmende Liegedauer sind trotz rückläufigem CMI weitere Faktoren, die zu einer wachsenden Arbeitsverdichtung und dem Risiko einer Job-Unzufriedenheit führen.

    Bisherige Massnahmen zur administrativen Entlastung beinhalteten den Einsatz von Sekretariats- und Schreibpersonal, welches aber v. a. im Berichtwesen Entlastung geschaffen hat. Die Anmeldung und Koordination von Untersuchungen und Konsilien, die inhaltliche und administrative Vorbereitung der Spitalentlassung und der Nachbetreuung sind weiterhin Kernaufgaben der Assistenzärzt:innen.
     

  • eMediplan - die patientenzentrierte, digitale und interprofessionelle Medikationsliste
    Dr. med. Michael F. Bagattini: michael.bagattini@hin.ch, Prof. Dr. med. Dr. phil. Sven Streit: sven.streit@biham.unibe.ch

    Dank dem eMediplan haben Patient:innen den Überblick über ihre Medikation und Leistungserbringer stationär und ambulant haben vereinfacht die Möglichkeit, Medikationslisten abzugeben oder einzulesen. Damit verbessert sich die Medikationssicherheit und gerade für die Allgemeine Innere Medizin entsteht eine technische Lösung, um ein mühsames Abtippen von Listen durch Assistenzärzt:innen zu reduzieren und gleichzeitig sich wieder mehr den Patient:innen selbst widmen zu können.
     
  • Der Spannungsspeicher – Unternehmen und Mitarbeiter auf dem Weg zur Selbstwirksamkeit
    Dr. med. Aljoscha Waterstradt: a.waterstradt@t-online.de

    Spannungen sind Herausforderungen sozialer, prozeduraler, struktureller oder wirtschaftlicher Art, welche in Sitzungen diskutiert werden. Im Werkzeugkoffer «Spannungsspeicher» finden sich Tools, mit denen an Spannungen gearbeitet werden kann. Dank klarer Struktur können diese zeitnah bearbeitet werden, was zur Wirtschaftlichkeit beiträgt und die Selbstwirksamkeit der Mitarbeitenden stärkt. Ein Parameter der Motivation und Leistung positiv beeinflusst.
     
  • FULFILLMENT: Ein System zur longitudinalen Messung des Wohlbefindens von Ärzt-/innen in der Ausbildung
    Dr. med. Thierry Mach: thierry.mach@hug.ch, Dr. med. Mayssam Nehme: mayssam.nehme@hug.ch

    Das Projekt FULFILLMENT ist ein System zur systematischen und longitudinalen Beobachtung eines Scores für das Wohlbefinden und zur Erkennung von Burnout bei Ärzt:innen in der Ausbildung in der Abteilung für Hausarztmedizin des Universitätsspitals Genf. Das über zwei Jahre durchgeführte Projekt war ein Proof of Concept für die Machbarkeit und den Nutzen einer systematischen Beobachtung des Wohlbefindens von Ärzt:innen in der Ausbildung auf einer kollektiven und individuellen Skala.
     
  • «Hospital at Home» - Spitaläquivalente Medizin zuhause!
    Dr. med. Severin Pöchträger: severin.poechtrager@klinik-arlesheim.ch

    Hospital at Home ist eine spitaläquivalente, interprofessionelle, digital unterstützte, 24/7 akutmedizinische Versorgung von Patient:innen zu Hause. Diese ermöglicht bei einer ausgewählten Zielgruppe eine sichere, medizinisch-pflegerische, spitalersetzende Gesundheitsversorgung im häuslichen Umfeld. Bezüglich der konkreten medizinischen Massnahmen wie Anamnese, körperliche Untersuchung, Labor, EKG, Ultraschall, Konsilien etc. und auch in Bezug auf pflegerische und therapeutische Massnahmen besteht kein Unterschied zu einer stationären Versorgung. 
     
  • Interprofessionelle Lehre und Forschung für eine zukunftsgerichtete medizinische Grundversorgung
    Prof. Dr. med. Dr. phil. Sven Streit: sven.streit@biham.unibe.ch

    Seit 2020 arbeitet unter Leitung einer Apothekerin und eines Hausarztes ein interprofessionelles Team aus Ärzt:innen und Apotheker:innen daran, die nächste Generation von Apotheker:innen für ihre interprofessionelle Rolle in der Grundversorgung vorzubereiten. Das Team engagiert sich im Master Pharmazie an der Universität Bern in Lehre und Forschung und hat innovative Lehrformate (>600 Vorlesungen als Duo Apotheker:in/Ärzt:in) entwickelt und patientenzentrierte Versorgungsforschung entwickelt.
     
  • Evaluationsbasiertes Mentoring während der Weiterbildung in Allgemeiner Innerer Medizin
    Dr. med. Pascal Frey: pascal.frey@insel.ch

    Obwohl die Weiterbildung in Allgemeiner Innerer Medizin stetig verbessert wurde, gab es bisher keine technisch generalisierbare Lösung für ein evaluationsbasiertes Mentoring im Spitalalltag. Deshalb haben wir mit MedEval eine auf Multisource-Feedback basierende Online-Plattform für ein individualisiertes Mentoring während der ärztlichen Weiterbildung entwickelt. Die Einführung von MedEval konnte unsere Mentoring-Prozesse stark vereinfachen und führte zu einer Vielzahl an positiven Rückmeldungen.
     
  • PEPra – Unterstützung zur Prävention in der Praxis
    lic. phil. Salomé Steinle: salome.steinle@fmh.ch

    PEPra ist ein Angebot der FMH und ihrer Partner zur Unterstützung der Prävention von NCDs, Sucht und psychischen Erkrankungen in der ambulanten medizinischen Grundversorgung. Dazu werden Fortbildungen angeboten, die sich an das ganze Praxisteam richten - Ärzteschaft und medizinische Assisten:innen. Alle Module beinhalten einen Teil zur Umsetzung von Prävention und einem Clinical Update zu präventionsrelevanten Themen. Zudem stehen auf www.pepra.ch zu den Themen Tools, Informationen und regionale Angebote zur Verfügung.
     
  • Ein unabhängiges, interdisziplinäres Gesundheitszentrum, das sich der Bildung verschrieben hat
    Dr. med. Stéphane Henninger: steph.henninger@gmail.com

    Das «Centre Médical de Lavaux» ist eine interdisziplinäre Praxis in Cully (VD) mit flexiblen Arbeitsbedingungen und einer generationenübergreifenden Ausrichtung. Sie wurde 2022 von vier Freund:innen eröffnet und umfasst 11 Mitarbeiter:innen mit unterschiedlichem fachlichem Hintergrund. Die Aufnahme von 30 Student:innen pro Jahr und eines Assistenzarztes oder einer Assistenzärztin machen es auch zu einem Ort der Ausbildung. Seine innovative Strahlkraft vermittelt den Wunsch, eine unabhängige ambulante Medizin zu praktizieren, die den Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung entspricht.
     
  • Young Family Medicine Academics of Switzerland (YFMAS): Willkommen in der Forschungswelt der Hausarztmedizin!
    Dr. med. Arnaud Peytremann: arnaud.peytremann@unisante.ch

    Im Jahr 2015 hat die Schweizerische Akademie für Hausarztmedizin (SAFMED) zunächst einen Tag des akademischen Nachwuchses in der Hausarztmedizin (TANHAM) ins Leben gerufen, der sich an junge Forschende richtet. Das Konzept wurde 2023 mit der Integration in den Kongress der Jungen Haus- und KinderärztInnen Schweiz (https://www.jhascongress.ch/) völlig neu gestaltet. Im Jahr 2024 wird die 2. Auflage dieses Ansatzes stattfinden, und wir erwarten viele Teilnehmer:innen!

Impressionen

2023

Ausgezeichnetes Projekt

Interprofessionelles Teamtraining für Notfallsituationen auf allgemeininternistischen Bettenstationen
pract. med. Veronika Gerhards: vroni.gerhards@gmx.net

In einem Simulationstraining von 11 Notfallsituationen wird wöchentlich die interprofessionelle Teamarbeit auf allen allgemeininternistischen Bettenstationen trainiert. Das Ziel ist es, Routine für den Ernstfall zu erlangen, Überforderungen zu vermeiden, die Zusammenarbeit sowie die Kommunikation zu verbessern. Durch interprofessionelles Feedback wird die Feedback- und Fehlerkultur sowie die gegenseitige Wertschätzung geschult. Das Training macht Spass und lockert den Arbeitsalltag auf.

Weitere eingereichte Projekte

  • TOP-RELEVE: Spitalnachwuchs
    Dr. med. Julien Castioni: julien.castioni@chuv.ch

    Der Housestaff der medizinischen Abteilung des CHUV koordiniert die Karriere von 250 Ärztinnen und Ärzten mit einem Ausbildungsplan für die Allgemeine Innere Medizin. In 20 Jahren haben 1200 Ärztinnen und Ärzte einen Teil ihrer Ausbildung in diesem Netzwerk absolviert, insbesondere in der Abteilung für Innere Medizin. 2019 wurde die Kommission "Karriere" gegründet, um Nachwuchsprojekte für die allgemeine innere Medizin im Krankenhaus besser vorzubereiten. In vier Jahren wurden 109 Ärzte angehört und auf diesen Nachwuchs vorbereitet, und 23 wurden zu Führungskräften.
     
  • «Coach my career»-Seminar
    Prakt. med. Richard Mansky: r.mansky@yahoo.com

    Das jährliche «Coach my career»-Seminar des VSAO Zürich richtet sich an angehende oder frisch abgeschlossene Assistenzärztinnen und -ärzte und bietet ihnen eine hervorragende Gelegenheit, sich auf den Einstieg ins Berufsleben vorzubereiten. Durch interaktive Workshops, Diskussionsrunden und den Austausch mit erfahrenen Mediziner*innen in verschiedenen Lebens- und Karriereabschnitten bekommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Einblick in für den Berufsalltag wichtige Fähigkeiten und konkrete Tipps. Das Seminar ergänzt das «Coach My Career»-Mentoring der FMH und VSAO und trägt dazu bei, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer optimal auf die Herausforderungen im Berufsalltag vorbereitet sind.
     
  • DOCTOR'S STORIES
    Dr. med. Melissa Dominicé Dao: melissa.dominice@hug.ch

    In den Jahren 2021-2022 wurden den Ärztinnen und Ärzten in der Ausbildung des Service de médecine de premier recours des HUG sechs Sitzungen zur narrativen Medizin angeboten. Ziel war es, durch das genaue Lesen literarischer Texte, die von Ärztinnen und Ärzten verfasst wurden, und durch kreatives Schreiben auf der Grundlage von Aufforderungen die Reflexivität über ihre allgemein-internistische Praxis und ihre berufliche Identität zu entwickeln. Die Teilnehmenden berichteten über ein hohes Mass an Zufriedenheit, ein gesteigertes Gefühl des Wohlbefindens und den Erwerb neuer klinischer Kommunikationsfähigkeiten.
     
  • Interprofessionelle Lehre und Forschung für eine zukunftsgerichtete medizinische Grundversorgung
    Prof. Dr. med. Dr. phil. Sven Streit: sven.streit@biham.unibe.ch

    Seit 2020 arbeitet unter Leitung einer Apothekerin und eines Hausarztes ein interprofessionelles Team aus ÄrztInnen und ApothekerInnen daran, die nächste Generation von ApothekerInnen für ihre interprofessionelle Rolle in der Grundversorgung vorzubereiten. Das Team engagiert sich im Master Pharmazie an der Universität Bern in Lehre und Forschung und hat innovative Lehrformate (>400 Vorlesungen als Duo ApothekerIn/ÄrztIn) entwickelt und patientenzentrierte Versorgungsforschung entwickelt.
     
  • Familienfreundliche Arbeitszeitmodelle im ärztlichen Bereich – Innere Medizin Universitätsspital Basel
    Dr. med. Sonja Seelmann: sonja.seelmann@me.com

    Um den wandelnden Bedürfnissen gerecht zu werden, hat die Innere Medizin am Universitätsspital Basel (USB) im Sommer 2020 eine Arbeitsgruppe gebildet- Diese evaluiert familienfreundliche Arbeitszeitmodelle und setzt diese allenfalls um. Ein attraktives Model wurde erarbeitet, die dafür notwendigen Zusatzkosten budgetiert, bewilligt und das Arbeitszeitmodell implementiert.
     
  • Land-Permanence AG: Haus- und Notfallpraxis 365 Tage/Jahr
    Dr. med. Andreas Hablützel: info@med-it.ch

    24 Hausärzte der Region Zürcher Weinland und Winterthur Nord haben gemeinsam eine bestehende, altershalber bald aufgegebene Hausarzt-Praxis im geographischen Zentrum der Notfalldienst-Region gekauft und daraus eine Hausarzt- und Notfallpraxis, eben die Land-Permanence AG, gemacht. Diese zentral gelegene Permanence im Besitze der Hausärzte übernimmt die Notfalldienste der Aktionäre, die Aktionäre leisten am WE ihre Dienste in der Land-Permanence. Die Dienstbelastung ist dadurch massiv gesunken, die Patientinnen und Patienten haben eine zentrale Anlaufstelle.
     
  • Interprofessionelle Tandem-Betreuung
    Christine Teuscher, Pflegeexpertin APN-CH: np@suedland.ch

    Die Südland Praxis Effinger setzt auf die innovative Tandem-Betreuung von Nurse Practitioner (NP) und Hausärzt:innen bei chronisch kranken Patient:innen. Die NP übernehmen hierbei die regelmässigen Kontrollkonsultationen mit Fokus auf Beratung und Begleitung. Die Tandem-Betreuung verbessert die Versorgungsqualität, erhöht die Patientenzufriedenheit und führt bei den Hausärzt:innen zu Entlastung. Zudem können die Kompetenzen aller Fachpersonen einer Hausarztpraxis ressourcenorientiert eingesetzt werden.
     
  • Dienstplanung macht es möglich: Teilzeitarbeit und Weiterbildung im Schichtbetrieb
    Dr. med. Kristina Tänzler: kristina.taenzler@insel.ch

    Die Dienstplanung der Assistenzärzt:innen der Universitätsklinik für Allgemeine Innere Medizin deckt in Voll- und Teilzeit den stationären und ambulanten Bereich sowie externe Rotationen, Schichtbetrieb und akute Ausfälle ab. Es wurde eine 5-wöchige Dienstrotation entworfen mit fixen Einsatztagen für geplante Abwesenheiten der Teilzeitarbeitenden, Springereinsätzen für akute Ausfälle und einem internen Weiterbildungstag, um die fehlende Weiterbildung während des Schichtdienstes zu kompensieren.
     
  • Hypnosebasierte therapeutische Kommunikation
    Dr. med. Amandine Berner: amandine.berner@hug.ch

    In Stresssituationen verstärken sich die Auswirkungen der Kommunikation. In diesem Zusammenhang kann die Verwendung einer "negativen" Kommunikation Schmerzen und Angstzustände verstärken. HBTC beeinflusst die Patientin oder den Patienten in Not positiv. Am Universitätsspital Genf (HUG) wurde ein HBTC-Workshop für das medizinisch-pflegerische Personal der COVID-19-Intermediate-Care-Station entwickelt. Dabei wurde die Durchführbarkeit einer kurzen Schulung und wie diese Techniken, die auf die Beruhigung von Patientinnen und Patienten abzielen, den Pflegeaufwand des medizinischen und pflegerischen Personals verringern, untersucht.
     
  • TOP-SHARE: Teilzeit im Spital
    Dr. med. Julien Castioni: julien.castioni@chuv.ch

    Die Zeit der Weiterbildung fällt mit Ereignissen im persönlichen oder beruflichen Leben zusammen, bei denen sich Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung häufiger eine Reduzierung der klinischen Tätigkeit wünschen, um das Gleichgewicht zwischen Berufs- und Privatleben herzustellen. Die Abteilung für Innere Medizin des Universitätsspitals in Lausanne (CHUV) bietet zahlreiche Variationen von Teilzeitstellen an, die vom Housestaff koordiniert werden.
     
  • POCUS
    Dr. med. Antonio Leidi: antonio.leidi@hug.ch

    Die Implementierung des gezielten Ultraschalls (POCUS) in der Allgemeinen Inneren Medizin (AIM) scheitert an der begrenzten Anzahl an ausbildenden Ärztinnen und Ärzten. Seit 2019 und für alle unsere Ärztinnen und Ärzte bietet das Universitätsspital Genf (HUG) eine dreistufige zertifizierende Ausbildung an: Einführung, Längsschnittlernen und Zertifizierung. Diese Ausbildung ist sehr erfolgreich und wird es mehreren Ärztinnen und Ärzten ermöglichen, demnächst als Ausbildende tätig zu werden und den Bedarf an POCUS-Ausbildung zu decken, der ab 2027 für den AIM-FMH gefordert wird.
     
  • Evaluations- und Feedback-System für Ärztinnen und Ärzte in Ausbildung Allgemeine Innere Medizin
    Dr. med. Pascal Frey: pascal.frey@insel.ch

    Obwohl die Ausbildung in Allgemeiner Innerer Medizin stetig verbessert wurde, gab es in der Schweiz kein evidenzbasiertes Instrument für Evaluation und Feedback im Spitalalltag. Ein System, welches eine statistisch validierbare Beurteilung der Ärzteschaft im Rahmen eines strukturierten Konzepts mit Mentoring-Programm ermöglicht, schafft Abhilfe. Neben vielen positiven Rückmeldungen hat sich in der folgenden SIWF-Umfrage eine relevante Verbesserung hinsichtlich Feedback-Kultur ergeben.
     
  • Telemedizin, eine innovative Lösung für die Betreuung unserer Teams
    Dr. med. Olivia Braillard: olivia.braillard@hug.ch

    Die Genfer Universitätsspitäler (HUG) haben 2019 die Telemedizin mit ihrer gesicherten Videokonsultations-App HUG@home und mit ihrem COVID-19-Follow-up-Programm CoviCare eingeführt. Unserer Erfahrung nach hat sich die Telemedizin bewährt, um Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegeteams zu betreuen, ihr Wohlbefinden zu unterstützen und das Gleichgewicht zwischen ihren unterschiedlichen Bedürfnissen, Prioritäten sowie ihren Einschränkungen und gesundheitlichen Problemen zu optimieren. So konnten ungewöhnliche Lebenswege der Angestellten unterstützt und das Teambildung aus der Ferne gefördert werden. Die Telemedizin ermöglichte es, neue Wege für das Management eines Teams zu entdecken.
     
  • Interaktives Theater zur Prävention von Sexismus und sexueller Belästigung im Gesundheitswesen
    Prof. Dr. med. Carole Clair: carole.clair@unisante.ch

    Lausanne und Freiburg haben eine originelle Schulung zur Prävention von Sexismus und sexueller Belästigung (SHS) für Medizinstudierende im klinischen Kontext entwickelt. Ziele sind die Vermittlung von Wissen und Kompetenzen, die es ermöglichen, SHS-Situationen zu erkennen und die Teilnehmenden zum Handeln zu befähigen. Die Originalität dieses Unterrichts besteht in der Verwendung des Theaters, das konkrete Situationsdarstellungen und eine hohe Interaktivität ermöglicht. Die Evaluation kam zum Schluss, dass diese Kurse dauerhaft angeboten werden sollten.
     
  • DoppelDoc: Jobsharing für Ärztinnen und Ärzte
    Dr. med. Salome Kisker: salome@doppeldoc.ch

    Ein Drittel aller Ärzt:innen würde gerne in Teilzeit arbeiten - aber nur wenige Spitäler bieten Teilzeitstellen an. Jobsharing ist eine Lösung, bei der Ärzt:innen, Spitäler und Patient:innen profitieren. DoppelDoc hilft Ärzt:innen, eine:n Jobsharing-Partner:in zu finden. Die Plattform wurde aus eigenem Bedarf gegründet und vernetzt seither immer mehr Ärzt:innen.
    https://www.doppeldoc.ch/
     
  • RAFAEL: Chatbot für post-COVID
    Dr. med. Mayssam Nehme: mayssam.nehme@hug.ch

    Angesichts des massiven Ansturms auf medizinische Anfragen ist RAFAEL einer der ersten medizinischen Chatbots in der Schweiz, der in der Klinik und in der Patientenversorgung eingesetzt wird. RAFAEL antwortet der Bevölkerung, den Patientinnen und Patienten sowie den behandelnden Ärztinnen und Ärzten präzise und schnell auf Fragen zu Post-COVID und reduziert damit, was sonst zu einer Überlastung geführt hätte, zusätzlich zu der durch die COVID-19-Pandemie entstandenen Überlastung. RAFAEL schützt Gesundheitsfachkräfte und ermöglicht ihnen, ihre Zeit optimial zu nutzen.
    https://www.hug.ch/post-covid

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