2017 hat Patientensicherheit Schweiz über 300 Chefärztinnen und -ärzte verschiedener Disziplinen zum Status und dem Weiterentwicklungsbedarf ihrer M&M befragt mit dem Ziel, die Konferenzen zu optimieren. Die Befragung zeigt: Bisher haben nur wenige internationale Empfehlungen den Weg in die Praxis in der Schweiz gefunden.
2018 erarbeitete die Stiftung einen Leitfaden zur Durchführung von M&M auf Basis der Ergebnisse dieser nationalen Befragung, der Erkenntnisse aus Beobachtungen in Spitälern sowie mittels einer umfassenden Literaturrecherche. Der Leitfaden wurde in Partnerspitälern getestet und optimiert. Er liegt nun in Deutsch, Französisch und Italienisch vor und steht im Digitalformat kostenlos zur Verfügung.
Der Leitfaden M&M von Patientensicherheit Schweiz ist eine Orientierungshilfe für all jene, die eine M&M-Konferenz durchführen: Chefärztinnen und -ärzte, Ärztinnen und Ärzte in leitender Funktion, leitende Pflegefachpersonen aller medizinischer Disziplinen sowie Verantwortliche für klinisches Risiko- und Qualitätsmanagement. M&M-Konferenzen stellen hohe Anforderungen an die sozialen, methodischen und klinischen Kompetenzen aller Beteiligten. Im Leitfaden sind Empfehlungen zu den Zielen, Prinzipien, Rollen und dem Ablauf einer M&M enthalten. Wird er konsequent angewendet, trägt er zur kontinuierlichen Verbesserung der spitalinternen Strukturen und Prozesse bei und führt zu einer Sicherheitskultur im Sinne der Best Practice.
Patientensicherheit Schweiz empfiehlt, den Leitfaden vollumfänglich anzuwenden, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen.
Das Projekt (Befragung und Leitfaden) der Stiftung Patientensicherheit Schweiz wurde finanziell massgeblich unterstützt durch folgende Organisationen: FMH, BAG, FMCH und Mildenberger + Cie, mit ideeller Unterstützung durch H+ Die Spitäler der Schweiz.