Für mehr Medizin. Für mehr Zeit. Für unsere Patient:innen.

Die «Papiertiger»-Befragung zeigt: Unnötige Administration behindert klinisches Handeln, frisst Zeit für Patient:innen und verschärft den Fachkräftemangel.


1856 Gesundheitsfachpersonen aus der ganzen Schweiz haben an der «Papiertiger»-Erhebung der SGAIM teilgenommen. Das Ergebnis ist eindeutig: Überflüssige administrative Aufgaben sind im Alltag weit verbreitet und halten Ärzt:innen zunehmend von ihrer eigentlichen Arbeit ab – der Behandlung von Patient:innen. Besonders belastend sind das manuelle Aktualisieren von Medikationslisten, Doppeldokumentationen wegen inkompatibler IT-Systeme sowie Rückfragen von Versicherern. Viele Befragte erleben die zunehmende Kontrolle als Ausdruck systemischen Misstrauens gegenüber ihrer Arbeit.

 

Mit der Kampagne «Papiertiger» will die SGAIM unnötige Bürokratie sichtbar machen und eine Diskussion darüber anstossen, wie administrative Prozesse wieder stärker dem Ziel dienen können, was im Zentrum stehen sollte: die Versorgung von Patient:innen.

Das sind die Resultate aus der Papiertigerumfrage

Stimmen aus Spital und Praxis

«Ich möchte meine Zeit dort einsetzen, wo sie am meisten bewirkt: bei den Patient:innen sowie in der Ausbildung unserer Assistenzärzt:innen. Die Papiertiger-Kampagne macht sichtbar, wo unnötige Bürokratie wichtige Ressourcen in der Medizin blockiert.»

Dr. med. Caroline Rimensberger

«Meine Dokumentation nützt zu oft weder mir noch meinen Patientinnen und Patienten. Zeit, die am Bett fehlt, fliesst in Formulare, die niemand liest.»

Dr. med. Patrick Järgen

«Jeden Tag gehen mehrere Stunden ärztlicher Arbeitszeit für Administration verloren. Diese Zeit fehlt für unsere Patientinnen und Patienten – und frustriert uns Ärztinnen und Ärzte. Wir wollen diese Bürokratie endlich reduzieren.»

Dr. med. Olivier Giannini

«Endet die Sprechstunde, beginnt das Abarbeiten von immer mehr unnötiger Administration. Sie nimmt meinen Patient:innen Zeit weg, generiert für sie keinen Nutzen und dient immer mehr einer Absicherungsmedizin.»

Prof. Dr. med. Sven Streit

Unser Engagement auf einen Blick

Worum geht es?

Immer mehr Zeit im Gesundheitswesen geht für Administration verloren; nichr für Ihre Behandlung. In eriner schweizweiten Umfrage mit 1856 Gesundheitsfachpersonen berichten viele, dass unnötige Formulare, Rückfragen von Versicherern und das Abschreiben von Medikamentenlisten Zeit kosten, die eigentlich für Patient:innen gedacht ist. 67 Prozent erhalten unnötige Aufgaben auf Papier, 56 Prozent als nicht bearbeitbare PDF's.

 

Was bedeutet das für Sie?

  • weniger Zeit im Gespräch
  • Verzögerungen bei Therapien
  • Mehr Bürokratie statt Betreuung

Was wollen wir?

Wir wünschen uns eine Kultur des Vertrauens. Medizinische Entscheidungen sollen unseren Patient:innen dienen, nicht Formularen. Der Papiertiger-Kleber macht unnötige Administration sichtbar. Damit wir sie gemeinsam reduzieren können. Für Patient:innen statt Formulare

Kommt Ihnen dies bekannt vor?

  • Rückfragen trotz klarer Indikation
  • Kostengutsprachen bei erfüllter Limitation
  • Medikationslisten manuell übertragen
  • AUF ab Tag 1

Die Umfrage zeigt klar:

Unnötige Administration ist kein Randphänomen mehr, sondern ein strukturelles Versorgungsproblem.

 

Top-Treiber

  • Versicherungsrückfragen und Rechtfertigungen
  • repetitive Berichte (IV, UVG, KTG)
  • Medienbrüche durch Papier und PDFs 

 

Papiertiger heisst

  • unnötige Administration markieren
  • Sichtbar machen
  • Dialog starten

Nicht klagen – verändern!

WZW heisst nicht maximale Kontrolle

WZW heisst wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich – auch für administrative Prozesse. In der Umfrage werden Rückfragen und Kostengutsprachen am häufigsten als unnötigste administrative Arbeit genannt. Viele Ärzt:innen erleben repetitive Standardformulare als misstrauensbasiert – mit geringem medizinischem Mehrwert.

 

Unsere Einladung

  • Rückfragen gezielt einsetzen
  • Interoperabilität fördern
  • Pflichtleistungsvermutung als Vertrauensbasis ernst nehmen

Weniger Administration bedeutet nicht weniger Qualität. Sondern mehr Zeit für Versorgung.

Unnötige Administration ist ein Versorgungsproblem. 

Sie bindet Ressourcen, schwächt Motivation und verschärft den Fachkräftemangel. 1856 Gesundheitsfachpersonen berichten übereinstimmend: Papier, PDFs und Versicherungsrückfragen dominieren den administrativen Aufwand. Interne Prozesse werden mit 6.2/10 bewertet, externe Zusammenarbeit nur mit 5.5/10. Hier liegt Effizienzpotenzial.

 

Was es braucht

  • verbindliche Interoperabilitätsstandards
  • Reduktion redundanter Berichtspflichten
  • Stärkung der Pflichtleistungsvermutung
  • Klare Zuständigkeiten bei Kurz-AUF

Gesundheitspolitik entscheidet, ob Vertrauen oder Misstrauen das System prägt.

These

Die Bürokratie im Gesundheitswesen ist nicht nur ein Ärgernis – sie beeinflusst die Versorgung. Eine schweizweite Erhebung mit 1856 Gesundheitsfachpersonen zeigt: Unnötige Administration verdrängt klinisches Handeln.

 

Top-Themen

  • Versicherungsrückfragen
  • Repetitive IV- und UVG-Berichte
  • manuelles Übertragen von Medikamentenlisten
  • AUF ab Tag 1 

Papier (67 %) und nicht bearbeitbare PDFs (56 %) sind die häufigsten Kanäle unnötiger Aufgaben.

 

Der Papiertiger ist eine konstruktive Kampagne. Kein Angriff – sondern ein Dialogangebot.

Arbeitsunfähigkeitszeugnisse ab Tag 1 gehören zu den häufigsten genannten administrativen Belastungen. Viele dieser Zeugnisse haben keine medizinische Relevanz. Sie regeln arbeitsrechtliche Fragen – nicht gesundheitliche.

 

Was bedeutet dies?

  • Arzttermine für Bagatellfälle
  • Wartezeiten für andere Patient:innen
  • Mehr Kosten ohne Mehrwert

Zu hinterfragen

Braucht es wirklich ein ärztliches Zeugnis ab dem ersten Krankheitstag? Oder sind Vertrauenslösungen möglich?

 

Weniger Formalismus bedeutet mehr Zeit für echte medizinische Anliegen.

Genug von Überadministration?

Bestellen Sie den Kampagnen-Flyer, und kennzeichnen Sie entsprechende Formulare mit dem Papiertiger-Aufkleber. Hier können Sie diese gratis bestellen.

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